Kunst & Kultur

Wer staunen kann, lernt sehen

Der Hohenholter Kunst- und Kulturverein ist ein Forum für Austausch und Inspiration in schöner Atmosphäre und auch gerne bei einem guten Glas Wein. Unterschiedliche Workshops bieten Berührungspunkte mit den verschiedenen Bereichen von Kunst und Kultur, außerdem finden Lesungen, Konzerte und Vorträge statt. Um keine Veranstaltung zu verpassen, schreiben Sie eine Mail mit dem Betreff "Anmeldung" an post@speicher3.com, um sich für unseren Newsletterversand anzumelden.

Unser Programm

1. Damentafel (am letzten Samstag eines jeden Monats ab 16 Uhr)

3. Workshops, Kurse, Lesungen, Konzerte

4. Vorträge, Events und regelmäßige Treffen

 

bis 30.9.
Paste Up Hohenholte: Annette und die starken Frauen

Sie sind in der ganzen Welt als Street-Art-Künstler tätig und haben Lehraufträge im In- und Ausland: Das Berliner Künstlerduo Maria Vill und David Mannstein. In diesem Frühjahr haben sie den Weg nach Hohenholte gefunden und dort auf 300 qm Fläche ihr bislang größtes Paste Up angebracht. Bis Ende September wird es alle vier Seiten des Speicher 3 schmücken. Paste Ups sind Bilder auf Papier, die mittels Spezialkleister an Fassaden angebracht werden.

Das Hohenholter Paste Up erzählt eine Geschichte rund um das aktuelle und das historische Hohenholte sowie das Gebäude Speicher 3 und dessen Nutzung. Im Mittelpunkt der Fotocollage steht die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff, die in Havixbeck auf Burg Hülshoff gelebt hat. Ihr Leben setzt das Paste Up in Beziehung zum Leben von vier starken Frauen aus Hohenholte, die stellvertretend für viele andere starke Frauen aus Hohenholte an dem Projekt teilnehmen: Der freischaffenden Künstlerin Anja Merschjann, die im Speicher 3 ausstellt. Der Bestsellerautorin und Hochzeits- und Trauerrednerin Katrin Hummel, die ihren Sitz im Speicher 3 hat. Sowie zum Leben von Ilse Budde, die für ihr ehrenamtliches Engagement mit der Bundesverdienstmedaille ausgezeichnet wurde, und von Sabine Nolte, Teamsprecherin des LandFrauen Kreisverbands Coesfeld.

„Genau wie Annette sind auch diese vier Frauen voller Stärke ihren eigenen  Weg gegangen“, so die beiden Künstler, die mit dem Paste Up Historisches und Aktuelles miteinander in Verbindung wollen. Das Motiv wurde mit Unterstützung von Burg Hülshoff - Center for Literature der Annette von Droste zu Hülshoff-Stiftung und in Zusammenarbeit mit interessierten Mitgliedern des Hohenholter Kunst- und Kulturvereins entwickelt. Förderer des Kunstprojekts sind das Kulturbüro Münsterland, der LWL und die Bürgerstiftung Havixbeck sowie die Pächterin des Speicher 3 und der Kunst- und Kulturverein Hohenholte.

 

Annette und die starken Frauen

Erläuterungen zum Bild von Maria Vill & David Mannstein

Im Mittelpunkt der Fotocollage steht die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff, die in Havixbeck auf Burg Hülshoff gelebt hat. Ihr Leben setzt das Paste-Up in Beziehung zum Leben von vier starken Frauen aus Hohenholte, die stellvertretend für viele andere starke Frauen aus Hohenholte an dem Projekt teilnehmen.

Das Bild kann sowohl chronologisch als auch quer gelesen werden – es gibt zahlreiche Verbindungen und Verweise auf das Leben, Werk und Wirken von Annette von Droste-Hülshoff.

 

Ostseite

Die Ostseite steht für den ersten Lebensabschnitt Annettes, den sie auf Schloss Hülshoff verbrachte, wo wie 1797 geboren wurde und bis 1826 lebte.

Den Hintergrund bildet der Entwurf für das Gedicht „Aus den Heidebildern“. Hier wird deutlich, dass Annette weniger linear geschrieben hat, als vielmehr kreuz und quer, immer wieder Änderungen und Verweise einfügend. Dass ihre Texte, zumal ihre Handschrift aufgrund ihrer Kurzsichtigkeit fast mikroskopisch klein war, kaum Wort für Wort lesbar, vielmehr fast wie ein Bild zu rezipieren sind.

Die beiden gezeichneten Frauen stammen aus Modezeitschriften - Annette hatte sie als junges Mädchen in ihren Kleiderschrank geklebt. Ein sehr frühes Paste-Up im aktuellen Paste-Up.

Die beiden einander zugewandten Frauen sind ein Bild für die liebevollen Beziehungen zu Frauen, die uns in vielen ihrer Texte begegnen. Da Liebe zwischen Frauen im 19. Jahrhundert nicht gesellschaftskonform war, war die Genderfluidität, die wir heute in ihrem Schreibstil erkennen, nicht zuletzt eine Möglichkeit, „zwischen den Zeilen“ zu schreiben.

Der Kaktus, ein Exponat aus der Burg Hülshoff, dem wir mit grüner Farbe wieder Leben eingehaucht haben, steht zwischen den Frauen und symbolisch für die Hindernisse, mit denen einander Liebende zu kämpfen hatten.

Der Hahn taucht im ersten Gedicht Annettes auf, das sie mit 5 Jahren geschrieben hatte. Es handelt von einem Hahn, den sie besonders ins Herz geschlossen hatte. Später war ihr dieses Gedicht peinlich und sie versteckte es im Dachgebälk von Burg Hülshoff. In ihren letzten Lebensjahren schreibt sie mit „Das erste Gedicht“ ein Gedicht über dieses versteckte, erste Gedicht.

Die Frau, die auf dem Sims sitzt, ist die Trauer- und Hochzeitsrednerin Katrin Hummel, die ihren Sitz im Speicher 3 hat. Die Schmetterlinge sind ein Bild für das kreative Potential von Sprache und zugleich ein Symbol für den Übergang zwischen Leben und Tod.

 

Nordseite

Als ihr Vater gestorben war, zog Annette im Alter von 29 Jahren mit ihrer ihrer Schwester Jenny und ihrer Mutter in deren Witwenwohnsitz Haus Rüschhaus. Burg Hülshoff hatte ihr Bruder Werner-Constantin übernommen. Das Portrait von Annette, das hier zu sehen ist, hat ihre Schwester Jenny gemalt.

Eine Tapete aus Haus Rüschhaus bildet den Hintergrund des Bildes. Die Fassade von Haus Rüschhaus ist rechts unten im Bild zu sehen.

Der Ammonit, ein Exponat aus der Burg Hülshoff, ist eine Anspielung auf die von ihr „Schneckenhaus“, genannten drei kleinen Zimmer dort, in die sich Annette gerne zum Schreiben, Musizieren und auch Komponieren zurückzog, sobald es ihre gesellschaftlichen und familiären Verpflichtungen zuließen. Ebenso ist der Ammonit eine Anspielung auf ihr naturwissenschaftliches Interesse: Sie interessierte sich für Geologie, Paläontologie, die Physiologie von Pflanzen und Tieren. Ihre genauen Naturbeobachtungen finden sich „durch Poesie veredelt“ in ihren Texten wieder.

Die Lerche, die sich mit ihr auf Augenhöhe befindet, verweist auf die Sensibilität, mit der sie ihren Mitlebewesen begegnete. In ihrer Lyrik spielen Vögel eine wichtige Rolle – auch in der lyrischen Selbstbeobachtung.

Der gezeichnete Mann klebte (und klebt noch immer) ebenfalls in Annettes Jugend-Kleiderschrank. Er symbolisiert den zunächst von ihr geförderten Schriftsteller Levin Schücking, mit dem sie, trotz des großen Altersunterschieds, eine tiefe und innige Freundschaft verband. Er wendet sich den im nächsten Bild folgenden Alpen zu – dem Sehnsuchtsort Annettes. Sie hatte ihm eine Anstellung als Bibliothekar bei ihrer Schwester Jenny und ihrem Schwager Joseph von Laßberg auf Burg Meersburg am Bodensee vermittelt. In der „Dichterwette“, die sie beide abschlossen, beflügelten und bestärkten sie sich gegenseitig in ihrer schriftstellerischen Arbeit.

Da es für ihn als Mann leichter war, Verlage zu finden, die seine Texte veröffentlichten, erreichte er, wonach sie sich sehnte – und unterstützte sie schließlich auch bei ihren Veröffentlichungen.

 

Südseite

Im folgenden Bild sehen wir die Alpen – Sehnsuchtsort für Annette und für viele andere Menschen damals.

Mit 16 Jahren schrieb sie das Fragment gebliebene Drama „Bertha oder die Alpen“. Darin drückt sie ihre Sehnsucht nach den Alpen aus. Sie waren damals gerade erst entdeckt und erforscht worden.

Die Alpen waren für Annette auch im übertragenen Sinne ein Sehnsuchtsort: Sie symbolisieren all das, was für Frauen damals aufgrund ihres Geschlechts unerreichbar war: Gleichberechtigung, Freiheit, Selbstbestimmung, Sichtbarkeit.

Das war für Frauen nicht vorgesehen, und wenn sie doch danach strebten, so wurde ihr Frau-Sein in Frage gestellt:

„Zu männlich ist dein Geist, strebt viel zu hoch hinauf, wo dir kein Weiberauge folgt.
Das ists, was ängstlich dir den Busen engt und dir die jugentliche Wange bleicht. Wenn Weiber über ihre Sphäre steigen, entfliehn sie ihrem eignen bessern Selbst.
Sie möchten aufwärts sich zur Sonne schwingen und mit dem Aar durch duftge Wolken dringen und stehn allein im nebelichten Thal.
Wenn Weiber wollen sich mit Männern messen So sind sie Zwitter und nicht Weiber mehr.“

(aus Bertha oder die Alpen)

 

Die Künstlerin Anja Merschjan, die im Speicher 3 ausstellt, malt die Alpen. Sie steht symbolisch für die kreative Kraft des künstlerischen Schaffens. Dafür, wie wichtig es ist, Ziele und Visionen zu haben, selbst wenn sie zunächst unerreichbar scheinen. 

Der Adler, (Aar) steht für die Freiheit, das Erreichen der Ziele. Das Gedicht „Der kranke Aar“ handelt von einem Adler mit gebrochenen Flügeln.

„Steig‘ auf mein Vogel, in die blaue Luft,

Ich seh‘ dir zu, aus meinem Kräuterduft,

Weh! Weh! Umsonst die Sonne ruft

Den wunden Aar mit gebrochnen Schwingen“

In dem Gedicht beschreibt Annette sich selbst: Familie und Gesellschaft haben ihr „die Flügel gebrochen“, indem sie ihr lange Zeit verwehrt haben, als Schriftstellerin in die Öffentlichkeit zu treten, erfolgreich zu sein, zu „fliegen“. Der Erfolg wurde ihr erst posthum zuteil, heute „fliegen“ ihre Gedichte und Texte.

Bei der fliegenden Person handelt es sich um die Hohenholterin Ilse Budde, die für ihr soziales Engagement mit der Bundesverdienstmedaille ausgezeichnet wurde. In ihrer Arbeit mit Behinderten und Nichtbehinderten und im katholischen Bildungswerk  verhalf sie vielen Menschen zum Fliegen.

Das Textfragment stammt aus Annettes Gedicht „Unruhe“ von 1816, darin heißt es:

Fesseln will man uns am eignen Herde,

unsre Sehnsucht nennt man Wahn und Traum

Und das Herz, dies kleine Klümpchen Erde

Hat doch für die ganze Schöpfung Raum

 

Westseite

Die Frau, die hier mit dem Rücken zu den Betrachtern steht, ist Sabine Nolte, die Teamsprecherin des Landfrauenverbands im Kreis Coesfeld. Sie ist politisch aktiv, setzt sich für Frauen auf dem Land ein. Hier ist sie als Graffitikünstlerin dargestellt, die die Fortsetzung des Gedichtfragments an die Wand sprayt.  Graffitis sind ein Ausdrucksmittel, das gesellschaftlich nicht akzeptiert ist.  Indem Sabine Nolte genau dieses Mittel wählt, um ihre Botschaft zu übermitteln, überschreitet sie eine Grenze – so wie Annette mit ihrer schriftstellerischen Tätigkeit.

Das Gebäude, das rechts im Bild ist, ist Schloss Meersburg, der Wohnsitz ihrer Schwester Jenny und ihres Schwagers, wohin Annette 1841 zog.

Im Turm hatte sie eigene Räume, in die sie sich zurückziehen und wo sie in Ruhe arbeiten konnte.

Das rote Gebäude ist das, dort in den Weinbergen gelegene sogenannte Fürstenhäuschen, das sie 1843 von ihrem, durch ihre Veröffentlichungen verdienten Geld kaufte. Es war die Erfüllung eines Traums, auch wenn sie es nicht mehr wirklich nutzen konnten. Fünf Jahre später starb sie.

Die tote Lerche verweist auch auf das 1844 erschienen Gedicht „Die tote Lerche“, in dem sich Annette mit der Stellung der Dichtung in der Moderne auseinandersetzt, ihrem Aufstieg ins Göttliche, Ewige und ihrem Absturz in die „entgötterte Materialität“.

In ihm reflektiert sie das Spannungsverhältnis ihrer Zeit (und ihres eigenen Lebens) zwischen Glauben und Rationalität, geprägt von gesellschaftlichen Umwälzungen und naturwissenschaftlichen Erkenntnissen.

Ihr selbst ist bewusst, dass ihre Art zu schreiben ihrer Zeit voraus ist:

In einem Brief schreibt sie: „Ich mag und will jetzt nicht berühmt werden, aber nach hundert Jahren möcht ich gelesen werden.“

Dieser Wunsch hat sich erfüllt.

Wir sind auch heute noch fasziniert von ihren vielschichtigen Texten, der Tiefe und Leichtigkeit ihrer Poesie, die grenzenlose Räume öffnen - auf wunderbare Weise Flügel verleihen.

Der umlaufende Text entstammt dem 1842 veröffentlichten Gedicht „Am Turme“, in dem das lyrische Ich seinen Wunsch äußert, „die ihm gesetzten Grenzen zu überwinden und kraftvoll in die Welt einzugreifen“ und zugleich die Unmöglichkeit erkennt, diesen Wunsch Realität werden zu lassen.

Es ist, so schrieb Ruth Klüger, „das erste und vielleicht das beste feministische Gedicht in deutscher Sprache“.

 

Wär' ich ein Jäger auf freier Flur,
Ein Stück nur von einem Soldaten,
Wär' ich ein Mann doch mindestens nur,
So würde der Himmel mir raten;
Nun muß ich sitzen so fein und klar,
Gleich einem artigen Kinde,
Und darf nur heimlich lösen mein Haar,
Und lassen es flattern im Winde!

(aus „Am Turme“)

 

29.6.
Rosa Latour et la Crème brûlée

19 Uhr

Nach einigen Jahren in selbstgewählter Einsamkeit mit ihrem Soloprogramm „8 femmes“ hat sich Rosa Latour für ihr neues Programm „Roswitha“ Mitstreiterinnen gesucht und sich dabei auf alte Weggefährtinnen besonnen. So erfahren die ursprünglich für Klavier und eine Stimme konzipierten Stücke wunderschöne Erweiterungen durch Flöte, Geige, Cello, Kontrabass, Percussion und mehrstimmigen Gesang. Die ungewöhnlich besetzte Band besteht aus Freundinnen und Kolleginnen aus früheren und aktuellen, eigenen und befreundeten Bands wie Scream & Shout, The Jeannies, Swingin‘ Affair Big Band, Broomhill, Shuccalalla, Schoklamai.

Gespielt werden Songs von Rosa Latour und Cover z.B. von Joni Mitchell, Burt Bacharach, Michel Legrand, Anna Depenbusch, Georges Brassens. Gesungen wird in Deutsch, Englisch und Französisch.

Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. Reservierungen möglich unter post@speicher3.com. Sie können aber auch einfach vorbeikommen.

 

6.7.
Swing, Latin, Soul und Funk: Die Monday Night Jazz Band aus Münster und Telgte

19 Uhr

Die Band "Monday Night" spielt seit über 20 Jahren Swing, Latin und Big-Band-Klassiker und kombiniert diese mit Soul- und Funk-Nummern.
In der Besetzung Schlagzeug, Gitarre, Bass, Keyboards, Trompete und Gesang werden die Stücke in der jeweils Band-eigenen Version interpretiert.
Die langjährige Band Erfahrung und der Spaß an der Musik verbindet die 6 Musiker. Die Zuschauer dürfen sich auf einen entspannten und beschwingten Abend freuen. 

Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. Reservierungen möglich unter post@speicher3.com. Sie können aber auch einfach vorbeikommen.

 

13.7.
Ulla Homfeld stellt Annette von Droste-Hülshoff vor

19 Uhr

Annette von Droste-Hülshoff, Januar 1797 – Mai 1848, gilt als eine der herausragendsten Lyrikerinnen deutscher Sprache. Ihre Ballade „Der Knabe im Moor“ wie auch ihre Novelle „Die Judenbuche“ wurden berühmt.

Die Referentin Ulla Homfeld geht auf Drostes innovative und verblüffend moderne Texte ein und stellt Annette von Droste-Hülshoff als eine Person mit vielen Talenten und Eigenschaften vor. Sie erzählt von Drostes spitzer Zunge, von ihrem Unterhaltungstalent, ihrem musikalischen Talent, von ihrer Sammelleidenschaft, ihrer Fürsorge, ihrem Faible für Botanik sowie für Schauergeschichten. Annette von Droste-Hülshoffs Fanilienangehörige und ihre engen Freundinnen und Freunde werden im Bild vorgestellt. Die Gäste der Veranstaltung werden auch von dem einschneidenden Vorfall der sogenannten „Jugendkatastrophe“ erfahren.

Ulla Homfeld, 68 Jahre alt, war Lehrerin für Mathematik und Biologie, zuletzt an der Anne-Frank-Gesamtschule in Havixbeck. Seit 6 Jahren ist sie im Ruhestand. Sie ist im Vermittlungsteam des Center for Literature tätig und macht mit viel Freude Gästeführungen auf der Burg Hülshoff, im Haus Rüschhaus und auf dem Droste-Landschaft Lyrikweg.

Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. Reservierungen möglich unter post@speicher3.com. Sie können aber auch einfach vorbeikommen.

 

20.7.
Richie Miller House Band: Punkrock neu interpretiert

19 Uhr

Ursprünglich entstanden aus der Einöde des Dorfes ist die Richie Miller House Band Sprachrohr für alles, was den vier Musiker*innen aus dem Weserbergland auf der Seele liegt: Ob es der eigentlich nette Nachbar ist, dessen Deutschlandfahne im Garten ein Vorbote für seine Facebooktimeline ist oder die eigene Angst davor, im Leben nach dem Punkrock im Büro zu versauern: Die deutschsprachigen Texte verpacken ernsthafte Botschaften ebenso wie bemerkenswerte Anekdoten und Geschichten in eine ordentliche Portion Selbstironie.
Die Richie Miller House Band ist eine Liveband durch und durch: Eike Führing am Bass und Cord „Cordi McCool“ an den Drums bringen mit straighten Basslines und ordentlich Krach am Drumset jede Location zum Beben. Marius Hilker an der Leadgitarre verleiht den Songs mit seinen Riffs oder auch mal improvisierten Soli einen besonderen Glanz. Das Erkennungszeichen der Band ist aber nicht zuletzt die einzigartige Stimme von Frontfrau Wiebke Haver, die neben ihrem Gitarrenspiel mit ihrer Stimme eine besondere Atmosphäre schafft. Stagedivende Drummer, Megafoneinsätze, umgedrehte Hinsetzspielchen oder am Nachmittag vorm Konzert erfundene dritte Strophen - es warten immer neue Überraschungen auf das Publikum und die Band, die sich nicht immer hundertprozentig ernst dabei nimmt.
Bis zum Sommer 2023 war die Band unter dem Namen “Highgain” unterwegs, bis sie endlich gemerkt haben, dass jede dritte neugegründete Coverband so heisst. Nachdem die vier also oft genug auf Instagram falsch markiert wurden, haben sie sich schließlich dazu entschlossen, den Namen zu wechseln und sich komplett von dem Coverbandimage zu lösen. Nachdem 2021 noch unter dem alten Bandnamen eine EP mit gleichem Titel erschien, wurde im Dezember 2023 die EP „Ikonen und Idioten“ veröffentlicht, bei der die vier eben solche vertont haben.

Gut durchdachte Arrangements und knackige Texte kombiniert mit fabulöser Gitarrenmusik. Das ist die Richie Miller House Band, die auf Einladung des Jugendkultur Vereins Hohenholte im Speicher 3 spielt. 

Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. Reservierungen möglich unter post@speicher3.com. Sie können aber auch einfach vorbeikommen.

 

17.8.
Wohlfühllieder auf Deutsch und Englisch: Das Trio Passo

19 Uhr

„Nicht gesucht, aber trotzdem gefunden“, so oder ähnlich könnte man wohl die Entstehungs- und inzwischen auch Erfolgsgeschichte von Trio Passo beschreiben.

Als sich Janine Brinkert, Heri Koch und Volker Rasch zwischen den Feiertagen 2022 ganz unverbindlich trafen, um ein wenig zu „jammen“, kam vom Sendener Kulturamt die Anfrage, ob sie nicht beim Neujahrsempfang der Gemeinde auftreten mögen. Und nach nur einer Probe sagten die drei spontan zu und es folgten sofort weitere Angebote. Somit war eine neuen Band schneller gegründet, als zunächst gedacht.

Es folgten wenige Tage später zwei Clubkonzerte in Bösensell, diverse private Anfragen und ein Gastspiel bei einer Veranstaltung der Fachhochschule in Münster.

Aber der Reihe nach: Heri Koch und „Jenny“, wie Janine Brinkert gerne genannt wird, kennen sich aus ihrer gemeinsamen Zeit bei der Dülmener Rockband Jacks Event sowie der Partyband „Gigolos“. Volker Rasch begegnete Heri Koch bei Proben mit der Band „Nettwork“ und die drei entdeckten beim spontanen Miteinander vor einem Jahr im Kellerstudio von Koch ihre Vorliebe für eher leise, schmal instrumentierte und soulig angehauchte Musikstücke, sowohl in englischer als auch in deutscher Sprache. Da sich der Stil von Anfang an nicht unbedingt einem festen Genre zuordnen ließ, lautete die Antwort nach der Ausrichtung ihrer Titel „Songs, die berühren“ Sie wollen Geschichten erzählen, Erinnerungen aufkommen lassen oder zum Schmunzeln und Nachdenken anregen.

Sänger und Gitarrist Heri Koch steht seit über 40 Jahren in diversen Formationen auf der Bühne, einige Zeit zog es ihn sogar nach Süddeutschland, wo er als Frontman einer Soulband viele Erfolge feierte. Jenny Brinkert kommt aus der Musicalszene, war lange Zeit Sängerin in diversen Coverbands und ist aktuell auch solo gefragt. Volker Rasch hat in Münster einen Namen als Komponist, Arrangeur und Pianist, am meisten in Verbindung mit der Band „Die Jazzpoeten“. Ihn erlebt man an den Tasten nicht selten auch im legendären Hot Jazz Club am Hafen.

Für das Konzert in Hohenholte haben sich die drei ein schönes Programm vorgenommen. Sie wollen aktuelle Titel präsentieren (Johannes Oerding, Namika), alte Hits aufleben lassen (Purple Schulze, Münchener Freiheit) oder auch jazzige Balladen (Bill Withers) und seichten Soul (Shade, Norah Jones) einstreuen.

Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. Reservierungen möglich unter post@speicher3.com. Sie können aber auch einfach vorbeikommen.

 

24.8.
Lioba Albus liest aus "Betreutes Flirten für Spätberufene"

19 Uhr

Älter und Single? Willkommen im Hotel zur späten Liebe!

Ida Tündermann ist unzufrieden. Ihr 61-jähriger Körper, ihr Hotel, ihre Ehe und das sauerländische Dorf, in dem sie lebt, haben eins gemeinsam: Die besten Zeiten sind vorbei. Noch will Ida allerdings nicht aufgeben. Weder ihren Ehemann, mit dem sie seit Jahren nur noch das Nötigste spricht, noch ihr Hotel, das wie eine verschmähte Geliebte mehr und mehr an Glanz verliert. Hier ist sie geboren, hier wird sie irgendwann sterben, und bis dahin ist ihre Grappa-Clique ihre rettende Insel. Dachte sie. Denn völlig unerwartet taucht ihre Großnichte Lilli auf. Die ist Weltmeisterin im Pläneschmieden und hat eine Idee: Ida soll das Hotel in eine Hochburg für betreutes Flirten für reifere Semester umwandeln ...

Von alter und junger Liebe, Menschlichem und allzu Menschlichem – der neue Roman der beliebten Kabarettistin!

1991 startete Lioba Albus ihr erstes Kabarettprogramm als Solistin. 12 weitere Soloprogramme folgten bis heute. Gleichzeitig arbeitet sie bei Funk und Fernsehen vor allem öffentlich-rechtlich. Sie hat die legendäre Radiosendung „Unterhaltung am Wochenende“ neben Größen wie Harald Schmidt, Elke Heidenreich, Hanns-Dieter Hüsch und Konrad Beikircher moderiert. In diversen Satirefernsehsendungen wie den Mitternachtsspitzen, Blond am Freitag, Missfits und Verwandte und der Ladiesnight war sie zu Gast.

Eintritt 19 Euro, Vereinsmitglieder ermäßigt. Reservierungen möglich per Mail an post@speicher3.com oder per Paypalzahlung an post@speicher3.com

 

31.8.
Der Comedian Stephan Bauer mit seinem Programm "Vor der Ehe wollt ich ewig leben"

19 Uhr  

Achtung, geänderte Adresse: Die Veranstaltung findet hier statt: Schul-und Gemeindebibliothek, Schulstraße 5, 48329 Havixbeck

Jeder kennt sie: die Müdigkeit in der Beziehung. Wenn man nach zehn Jahren ratlos in das Gesicht des Partners schaut und sich klar wird: „Vor der Ehe wollte ich ewig leben“. Fast jeder hatte mal so seine Träume von einem glücklichen und erfüllten Dasein. Und was ist davon übrig? Mit 25 heiratet man den Menschen, der einem den Verstand wegbu… - und mit 50 stellt man fest: Es ist ihm gelungen.
Aber ist die Ehe trotz hoher Scheidungsraten wirklich überholt? Sind Single-Leben, Abendabschlussgefährten und Fremdgehportale im Netz eine tragfähige
Alternative? Kann man das alte Institut der Ehe nicht modernisieren? Für Männer ist es heute z.B. nicht wichtig, dass eine Frau kochen kann, sondern dass sie keinen guten Anwalt kennt. Der Mann weiß inzwischen ohnehin: Wer oben liegt, muss spülen. Wichtig ist heute nur noch, dass die Beziehung ausgeglichen ist: Einer hat recht, der andere ist der Ehemann.
Die Ehe hat doch auch ihre guten Seiten. Man kommt nach Hause und hat immer dieselbe Bezugsperson, die einen ablehnt. Eine Ehe muss auch nicht langweilig sein. Man kann auch Lebensversicherungen aufeinander abschließen, dann hat sie die tolle Spannung wer gewinnt. Es müssen eben ein paar Regeln eingehalten werden. Die wichtigste lautet: Treue. Viele Menschen können das nicht. Warum eigentlich nicht? Bei Tieren funktioniert das doch auch. Pinguine sind sich ein Leben lang treu – aber die sehen halt auch alle gleich aus…
Stephan Bauer geht mit gutem Beispiel voran, ist (nochmal) vor den Traualtar getreten, getreu dem Motto: „Heiraten ist Dummheit aus Vernunft“. Warum auch nicht? „Wir sind 5 Jahre zusammen, streiten viel, haben wenig Sex - dann können wir es auch offiziell machen.“
Stephan Bauers neues Programm ist wie immer ein pointenpraller Mega-Spaß, aber auch eine offene Abrechnung mit der Single-Gesellschaft, erodierenden Werten und dem Gefühl von „alles geht“.

„...eine eigene wunderbare Welt voller Geniestreiche und Überraschungen.“
„...eine der größten Hoffnungen in der deutschen Kleinkunst.“
Rhein-Neckar-Zeitung


„...glänzend aufgebaute Szenen....“ „Sein giftiges Nummernkabarett ist spritzig, rasant und unterhaltsam.“
Westfälische Zeitung


„Bauer langt in die Vollen, ist geschmack- und pietätlos, verdorben und manchmal auch unappetitlich - und eben das ist seine Stärke.“
Stuttgarter Zeitung

"Ein Vollblutperformer mit erstaunlicher Fähigkeit zur Situationskomik. Ein wahrer Meister der Schauspielkunst."
Main-Echo


„Eine solch perfekte Mischung aus Kabarett und Comedy hat man bislang selten gesehen. Einfach genial.“
Neue Osnabrücker Zeitung


„Das Publikum tobt, ist begeistert, muss nach Luft ringen.“
Badische Zeitung


„Der Kabarettist kann inzwischen zurecht in einem Atemzug mit Größen wie Mittermeier oder Hader genannt werden“
Süddeutsche Zeitung


„Hochkarätiges Kabarett“
Münchener Merkur


„Witzig und Pointenreich!“
SB


„Stephan Bauer: Ein richtiger Knaller!“
Südwest Presse

Eintritt 19 Euro, Vereinsmitglieder 15,20 Euro, Reservierung möglich per Paypal-Zahlung an post@speicher3.com, oder auch per Mail an post@speicher3.com

 

6.9.
Country, Folk & Blues: Dimes n'Hobos

19 Uhr  

Die Country, Folk und Bluesband „Dimes n´ Hobos“ begeistert mit einem einzigartigen musikalischen Flair. Das Trio besteht aus: Marcel Wittke (Sänger und Leadgitarrist), Andreas Aschebrock (Rhythmusgitarre und Mundharmonika) und Klaus Goecke (Bass und Backgroundvocals). Die Band zeichnet sich nicht nur durch beeindruckende Coverversionen bekannter Songs aus, die sie auf faszinierende Weise in ihrem eignen unverwechselbaren Stil neu arrangieren, sondern überzeugt vor allem auch mit ihren eigenen Kompositionen.

Marcel Wittke prägt den Sound der Band mit seiner markanten Stimme und gefühlvollen Gitarrensoli. Zusammen mit Andreas Aschebrock, der sowohl Rhythmusgitarre als auch Mundharmonika meisterhaft beherrscht, und Klaus Goecke, der als Bassist und Backgroundsänger mit seinem Groove und harmonischen Support das Trio komplettiert, entsteht ein eindrucksvolles musikalisches Gesamtpaket.

„Dimes n´ Hobos“ überrascht nicht nur mit einem abwechslungsreichen Repertoire an Songs von Musikgrößen wie den Dire Straits, Bruce Springsteen, Bob Dylan oder auch Pink Floyd, sondern präsentiert auch kreative und anspruchsvolle Eigenkompositionen, die Geschichten aus dem Leben in eingängigen Melodien erzählen. Die Band schafft eine Mischung aus traditionellen Klängen und modernen Einflüssen, die Fans von Country, Folk und Blues gleichermaßen anspricht.

Das Trio ist mittlerweile fester Bestandteil der Münsterländer Musikszene und begeistert ein breites Publikum auf Musikfestivals, Stadtfesten, Charity Events, Firmenfesten und Privatveranstaltungen mit ihrer aufrichtigen Leidenschaft für die Musik. „Dimes n´ Hobos“ steht für authentischen, soliden Country, Folk und Blues und bietet live eine mitreißende Performance.

Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. Reservierungen möglich unter post@speicher3.com. Sie können aber auch einfach vorbeikommen.

 

14.9.
SPELLBOUND: 7 Stimmen aus Münster, die gemeinsam A-Capella-Musik machen

19 Uhr  

SPELLBOUND. Das sind sieben Stimmen aus Münster, die gemeinsam A-Capella-Musik machen. Über Klassik-, Pop- und Jazz-Chöre wie Voicechoice, LesBagages und den Westfälischen Kammerchor Münster fanden die Mitglieder des Ensembles zusammen. Gemeinsam singen sie heute in kleiner Besetzung die Arrangements international bekannter A-Capella-Gruppen, darunter Real Group, Klangbezirk und Vocal Line. SPELLBOUND – „verzaubert, gebannt, gefesselt", das sind die sieben Sängerinnen und Sänger vom Zusammenklang der Stimmen. Lassen auch Sie sich in den Bann ziehen!

Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. Reservierungen möglich unter post@speicher3.com. Sie können aber auch einfach vorbeikommen.

 

28.9.
Von Jazz über Funk bis Latin: Die Münsteraner Band Maputo

19 Uhr

Im Programm der Band „Maputo“ mischen sich die Genres Jazz, Instrumental-Pop, Funk und Latin. Hierbei nutzen die Musiker eingängige Hooklines und zugängliche Melodien. Unverkennbar sind aber darüber hinaus die jazzorientierten Improvisation, mit denen die Solisten die Arrangements ausgestalten und interpretieren. So empfiehlt sich das Konzert einerseits dem/der interessierten ZuhörerIn, wird andererseits aber auch einem geselligen Spätsommerabend eine ganz besondere Stimmung verleihen.  

Die Teilnahme ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten. Reservierungen möglich unter post@speicher3.com. Sie können aber auch einfach vorbeikommen.

 

Zeichnen ist Sprache für die Augen,
Sprache ist Malerei für das Ohr.

Joseph Joubert

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